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Ayurveda & Yoga

" Im Yoga geht es nicht darum, ob du einen Handstand kannst, sondern ob du ein guter Mensch im Leben bist."

 

In unserer Gesellschaft ist Yoga mittlerweile weit bekannt. Wenn du eine beliebige Person auf der Strasse antriffst, kann sie sicher mit dem Begriff Yoga etwas anfangen. Es ist einfach in der Zwischenzeit fast zum Mainstream geworden und recht kommerzialisiert. Den wirklichen Begriff Yoga kennen aber wahrscheinlich die wenigsten. Und dass Meditation und Atemübungen dazugehören, wissen auch nur die, die wirklich Yoga praktizieren. Was aber nun hat Yoga mit Ayurveda zu tun?

 

Unser Yoga Lehrer im Retreat erzählte uns, dass beides den gleichen Ursprung hat. Ich habe auch schon andere Informationen hierzu gefunden, ich denke die Meinungen sind gemischt. Wichtig ist aber, dass Yoga ein Teil von Ayurveda ist. Geht es ja im Ayurveda um Einheit und Balance zwischen Körper, Geist und Seele, so sind zum einen körperliche Yoga Übungen wie Asanas aber auch Meditation und Atemübungen (Pranayama) wichtig, um diese Balance zu erreichen. Yoga ist kein Sport, Yoga ist eine Lebensphilosophie, genau wie Ayurveda, sie gehen für mich Hand in Hand. Beides strebt nach Balance, nach dem Ausgleich zwischen uns und der Natur, beides integriert Achtsamkeit.

 

 

Wir hatten während des Retreats auch jeden Tag unsere Yoga Praxis, manchmal auch zweimal am Tag. Unser Lehrer hat uns hier viele spannende Informationen mit auf den Weg gegeben, von denen ich heute 2 mit dir teilen möchte:

 

 

 

Om

 

Weißt du eigentlich woher das „Om“ kommt, das man gerne am Anfang oder Ende der Yogastunde oder Meditation singt (chantet)? Das Om ist eigentlich das Urgeräusch des Kosmos, so heisst es. Der Laut, aus dem alles entsteht. Es wird auch „Aum“ genannt – A U M. In dieser Form sieht man schön seine Bedeutung, es steht für die Dreieinheit. Dies kann sein: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder Schlaf, Traum, Wachzustand oder Körper, Geist und Seele. Somit vereint es die 3 verschiedenen Kräfte und schafft Harmonie. Man singt es oft vor oder nach dem Yoga, um seinen Körper, Geist und die Seele miteinander zu verbinden und sich so gut vorzubereiten.

 

 

 

Shanti, Shanti, Shanti

 

Oft wird nach dem Om noch 3 mal Shanti gesungen. Ich wusste davor auch, das dies Frieden heisst aber ich kannte noch nicht die genaue Bedeutung davon, wieso man es dreimal singt.

 

Das erste Mal Shanti singt man, um den Frieden aufrechtzuerhalten trotz aller äusseren Umstände. Es geht darum, die Situationen anzunehmen, die wir nicht ändern können. Zum Beispiel das Wetter, wenn es regnet und du willst Sonne, wirst du diese nicht heraufbeschwören können, so sehr du es dir auch wünscht. Es gilt also trotz dieser Umstände den inneren Frieden zu bewahren.

Das zweite Shanti gilt den anderen Menschen in unserem Leben. Wir wollen den Frieden bewahren, egal was andere tun. Wir akzeptieren andere Menschen und Lebewesen so wie sie sind. Auch wenn sie anders sind oder sich nicht so verhalten wir wir uns das wünschen würden so bleiben wir doch im inneren Frieden.

Das dritte Shanti singen wir für uns. Was auch immer in uns geschehen mag, welches Gefühl auch immer aufkommt oder welche Gedanken, wir bleiben im Frieden. Unser Bewusstsein bleibt im Frieden. Gedanken, Gefühle und Empfindungen kommen und gehen aber unser Bewusstsein bleibt im Frieden. Unser Bewusstsein ist das Meer und unsere Gedanken / Gefühle sind die Wellen. Sie kommen und gehen aber das Meer ist immer da. 

 

 

Und zum Abschluss möchte ich eine Geschichte mit dir teilen, die mich sehr berührt hat:

 

Es war einmal ein König. Er hat einen weisen Mann als seinen Berater bei Seite, der ihm überallhin folgte. Der König wusste, wie weise der Mann war und vertraute ihm voll und ganz. Eines Tages ging der König ins Badezimmer, dies war der einzige Ort, an dem sein Berater ihn nicht begleitete. Der König fiel und schlug sich den Ellenbogen auf. Er hatte eine offene Wunde und viele Schmerzen. Der König wurde wütend auf seinen Berater, er schimpfte mit ihm wieso er ihm nicht beigestanden hatte und ihm vor diesem Unheil bewahrte. Der Berater sagt nur zum König:

 

Alles ist gut.

 

Der König wurde dadurch nur noch wütender und liess den Berater ins Gefängnis werfen. Allein machte er sich auf den Weg mit seinem Pferd zu einem Ausritt. Nach einiger Zeit wurde sein Weg von einer Gruppe Menschen gekreuzt, sein Pferd liess ihn fallen und die Gruppe nahm ihn mit. Es war eine Gruppe Kannibalen, die ihn verspeisen wollte. Sie banden ihn an einen Holzstab um ihn über dem Feuer zu grillen. Als er dort hing, rutschte sein Ärmel und man sah seine Wunde. Vor Entsetzen nahmen die Kannibalen ihn vom Stab, da man ihn so nicht essen konnte, er könne sich ja eine Infektion eingeholt haben. Der König lief davon und kam zurück zum Palast an.

 

Er ging gleich zu seinem Berater und befreite ihn aus dem Gefängnis. Er entschuldigte sich hundertmal und fühlte sich schlecht, dass sein Berater mehrere Tage im Gefängnis ausharren musste, obwohl er doch Recht hatte. Der Berater aber sagte wieder nur:

 

Alles ist gut.

 

Der König war entsetzt und verstand nicht, wieso nun alles gut war. Der Berater erklärte ihm, dass wenn er nicht im Gefängnis gewesen wäre, hätte er den König begleitet, da er immer mit ihm geht. Nachdem die Kannibalen nicht den König essen könnten, hätten sie dann sicher ihn gegessen. 

 

Jedes kleine Übel kann einen grösseren Sinn haben. Warte nur auf ihn. 

 

 

 

Namasté - deine Kristina

 

 

(PS. Namasté heisst "ich verbeuge mich vor dir")

 

 

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