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10 Tipps für achtsameres Arbeiten

Achtsam arbeiten? Da bin ich doch nicht produktiv, denkst du? Ganz im Gegenteil, Achtsamkeit macht uns viel effektiver bei unserer Arbeit, denn wir fokussieren uns ganz auf eine Tätigkeit, die wir dann mit Leidenschaft und Hingabe ausführen, anstatt gefühlt tausend Dinge gleichzeitig zu machen. Mit diesen 10 Tipps bringst du ganz sicher wieder mehr Entspannung in deine Arbeit und glaub mir, auch dein Chef wird sich freuen ☺

 

Laß dir Zeit mit allem, was du tust, denn jede Sekunde, die wir uns beeilen, um Zeit zu gewinnen, ist letztlich verlorene Zeit – Jochen Mariss

1. Nimm dir morgens genug zeit

Wie wir unseren Morgen starten, setzt die Stimmung für den restlichen Tag. Stehst du schon mit einem Gefühl der Eile und des Stresses auf, so wird dein Tag genauso weitergehen. Stelle dir also lieber deinen Wecker 15 Minuten früher, geniesse den Moment des Aufstehens, strecke und räkle dich noch einmal im Bett und freue dich dann, dass dieser neue Tag beginnt.

 

2. Eile nicht in die arbeit

So wie der Morgen kann auch der Arbeitsweg und in Stress und Unruhe versetzen. Planst du dir genug Zeit für deinen Arbeitsweg ein? Oder stresst du dich schon, schaust ständig auf die Uhr damit du ja nicht zu spät kommst? Stattdessen nimm dir doch einfach mal 5 Minuten länger Zeit für deinen Arbeitsweg, gehe einen Teil zu Fuss und beachte all die Dinge, die du sonst nie wahrnimmst. Wenn du mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit kommst, dann steck mal dein Smartphone in die Tasche und sie den Menschen um dir in die Augen, lächle ihnen zu und wünsche ihnen in Gedanken einen schönen Tag.

 

3. Setze dir Ziele

Indem wir uns schon morgens Ziele für den Tag setzen, fokussieren wir uns gezielter auf diese, anstatt die Zeit mit kleinen Dingen zu verbringen, die uns schlussendlich die Zeit rauben. Zeit kann man nicht verlängern aber sie ist elastisch und legt sich immer um die Dinge herum, die uns wichtig sind, also fülle deinen Tag von Anfang an mit genau diesen Dingen. Ich arbeite gerne mit der Bullet Journaling Methode, um meine Ziele im Fokus zu behalten.

 

4. Eliminiere Ablenkungen

Nichts stört unseren achtsamen Arbeitsfluss mehr, als unnötige Ablenkungen. Wir sind scheinbar schon weniger konzentriert, wenn unser Handy nur auf dem Tisch liegt beim Arbeiten. Also, Handy in die Tasche (du kannst es ja alle 45-50 Min wieder hervorholen), Desktop Benachrichtigungen aus und wenn du kannst, dann höre doch auf Kopfhörern etwas entspannende Musik um Geräusche um dich herum auszublenden. Du wirst deine Arbeit achtsam, konzentriert und schneller erledigen und somit wieder früher nach Hause gehen können.

 

5. Plane dir pausen ein

Wir können sehr gut für ca. 45-50 Minuten am Stück konzentriert arbeiten, kommen in einen Flow aber dann brauchen wir auch mal wieder eine kleine Durchlüftung und Pause. Gönne dir also nach einer erledigten Aufgabe oder nach einer gewissen Zeit auch mal wieder eine Pause, atme bewusst ein paar Mal ein und aus, stehe auf um dir einen Tee zu holen oder fühle einfach deinen Körper, was auch immer dir gerade gut tut.

 

6. Nutze die Mittagspause als wirkliche pause

Ich kenne einige Leute, die die Mittagspause nicht wirklich als Pausenzeit nutzen. Entweder sie essen schnell vor dem Computer, um Zeit zu sparen (wie sparen nie Zeit!), oder sie legen Business-Meetings über die Mittagspause. Beide Fälle führen dazu, dass wir unser Essen nicht achtsam zu uns nehmen, da wir mit anderen Dingen beschäftigt sind, wie Arbeiten oder Networking oder etwas wichtiges besprechen. Das tut zum einen nicht gut, da wir uns keine wirkliche Pause gönnen, zum anderen kann die Nahrung dadurch gar nicht gut verwertet werden. Plane dir also über Mittag wirklich mal Zeit für dich ein, zum entspannt essen, vielleicht etwas spazieren, wobei auch immer du dich entspannen kannst. Durch eine bewusste Pause wirst du deine Arbeit am Nachmittag wieder viel konzentrierter erledigen können und früher nach Hause kommen.

 

7. Höre auf deinen Biorhythmus

Unsere westliche Welt lebt nicht mehr im Einklang mit der Natur. Wir sollen den ganzen Tag, den ganzen Monat und das ganze Jahr über gleich produktiv sein. Leider wurde dabei vergessen, dass wir zyklische Menschen sind. Natürlich kannst du jetzt nicht einfach im Winter nicht mehr arbeiten, du kannst aber über den Tag hinweg etwas mehr mit deinem Biorhythmus im Einklang sein. So haben wir typischerweise am Vormittag bis Mittag eine sehr hohe Energie, dort kannst du wichtige Meetings oder Aufgaben einplanen, vor allem auch diese, die Kreativität und Entscheidungen brauchen, denn zu dieser Zeit haben wie noch eine grosse Entscheidungsfähigkeit und sind kreativer. Nach dem Mittagessen sinkt unsere Energie ab, daher falls wir oft in das „Suppenkoma“. Idealerweise gönnst du dir hier etwas Ruhe oder erledigst eher Routineaufgaben. Am Nachmittag steigt die Energie nochmal etwas an, nicht mehr so wie vormittags, aber gegen 3-5 können wir nochmal wichtigere Dinge erledigen, sofern wir uns davor Ruhe gegönnt haben.

 

8. Sage nein zu dingen, die nicht deinen zielen entsprechen

Wenn du dir morgens schon klar machst, was deine kurzfristigen und langfristigen Ziele sind, dann weißt du auch genau, welche Aufgaben dich dabei nicht unterstützen. Es ist so wichtig, dass wir lernen Nein zu sagen zu allem, was uns auf diesem Wege eher hindert. Ich mache mir hierzu gerne eine Priorisierung der Dinge, die ich zu erledigen habe und unterteile sie in ihre Wichtigkeit und Dringlichkeit. Alles was unwichtig und nicht dringend ist, wird einfach mal gestrichen. Zuerst gehe ich alles an, was wichtig ist, erst dann, was dringend ist.

 

9. Gehe, auch wenn du nicht alles erledigt hast

Wir sind im Leben NIE fertig. Lies dir diesen Satz noch einmal durch. Jedes Mal, wenn du etwas erledigt hast, gibt es eine neue Aufgabe. Daher kannst du auch ruhig mal gehen, wenn du noch nicht alles erledigt hast. Das ist zu Beginn vielleicht eine Herausforderung, du wirst dich aber dran gewöhnen. So können wir auch wieder auf den Biorhythmus achten, denn abends fährt unser Biorhythmus herunter, weshalb wir auch weniger produktiv sind. Lass daher lieber deine Aufgaben bis zum Morgen stehen, dann wirst du sie in der Hälfte der Zeit erledigen.

 

10. Gönne dir zeit zum reflektieren und abschalten

Bevor du nach Hause kommst, nur dir bewusst Zeit, deine Arbeit zu reflektieren, was du heute alles erledigt hast. Sei stolz auf dich, nimm dir vielleicht Zeit alles aufzuschreiben, was du heute gut gemacht hast. Und dann nimm dir Zeit, deine Arbeit hinter dir zu lassen. Vielleicht machst du das mit einem kleinen Spaziergang auf dem Heimweg oder du stellst dir vor, dass du mit deiner Jacke alles ablegst, was mit deiner Arbeit zu tun hat. So kannst du bewusst den Abend geniessen, ohne deinen Gedanken an die Arbeit nachzuhängen. Das ist unglaublich wichtig für unsere geistige Regeneration, die uns dann wieder hilft, am nächsten Tag achtsam und effektiv zu arbeiten.

 

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