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Meine Ayurveda Tipps für den Herbst

 

Du hast es sicher schon länger gemerkt, der Sommer ist langsam vorbei, der Herbst hat schon angeklopft und es verändert sich wieder etwas in der Welt. Ich liebe es, wie unglaublich vielseitig sich die Jahreszeiten hier in Zentraleuropa zeigen. Der Frühling in all seiner Kraft des Neubeginns, der warme kraftvolle Sommer, der kühle und wirbelnde Herbst und der kalte Winter, der nach Regeneration ruft. 

 

Alles im Leben und im Kosmos ist ein Zyklus, wir Menschen leben nach Zyklen: von Früh bis Spät, das Jahr, der Mondzyklus, der Zyklus der Frau. 

 

Eines der Dinge, die ich im Ayurveda so schätze, ist die Verbundenheit mit der Natur und die Anerkennung der natürlichen Rhythmen. So leben wir in unserer westlichen Welt zu jeder Jahreszeit fast gleich (ausser anderer Kleidung) und achten wir auch nicht sehr auf unseren zyklischen Tagesablauf (bis auf Schlaf-Wach-Rhythmus), so ist das ein grosses und wichtiges Thema im Ayurveda. Und je mehr ich mich selbst als zyklisches Wesen anerkenne, umso verbundener mit der Natur, dem Kosmos und mir selbst fühle ich mich.

 

Heute möchte ich dir gerne ein paar Tipps und Tricks rund ums Thema Herbst geben, denn die heisse Zeit ist vorbei. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, die Temperaturen fallen und unser Körper, unser Geist und unsere Seele brauchen andere Dinge um gesund und munter zu sein.

 

Falls du noch Ayurveda-Neuling bist, empfehle ich dir diesen Artikel als Intro zu lesen.

 

Sommer war Pitta Zeit, Hitze Zeit. Teilweise kann es zu Beginn des Herbstes noch Tage geben, an denen die Pitta Qualität vorherrscht, doch je später es wird, umso mehr kommen wir in die Kraft des Vata. Vata ist rau und trocken und kühl. Was bedeutet das für uns? Für jeden von uns etwas anderes.

 

Bist du selbst ein Vata Typ (wie du das herausfindest schaue doch mal in diesem Artikel nach), so gibt es im Herbst die Gefahr, dass dein Vata Überhand nimmt. Denn Vata plus Vata Zeit gibt Doppel-Vata. Und zu viel Vata kann dazu führen, dass du viel Unruhe in dir trägst, dich stresst, dass du krank wirst. Typische Anzeichen von Vata Übermass sind Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfung, Trockene Haut oder auch Nervenprobleme. Zu viel Stress und Unruhe kann auch zu Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen führen. 

 

Auch wenn du kein Vata Typ bist, sondern Kapha oder Pitta, so kann es sein dass du trotzdem zu viel Vata bekommst und damit deine natürliche Balance nicht mehr vorhanden ist. Es gilt also für alle Doshas, dass eher Speisen und Lebensempfehlungen förderlich sind, die Vata ausgleichen.

 

 

Starten wir mal mit den allgemeinen Empfehlungen:

 

Tagesrhytmus:

Es wäre gut, wenn du deinen Tag früh startest. Gerne so um 5 Uhr, je nach Dosha auch etwas später. Die Idee dahinter ist, dass du wach bist wenn noch Ruhe in der Welt herrscht und du dich somit ruhig und nicht gestresst auf deinen Tag vorbereiten kannst. Wenn du den Frieden der Welt zu dieser Zeit in dir aufnehmen kannst, bringst du Ruhe in die luftige und unruhige Vata Zeit. Falls du es nicht schaffst wäre es gut, zumindest kurz vor 6 Uhr aufzustehen, warum siehst du hier. 

 

Sport:

Natürlich ist Yoga auch im Herbst gut (es ist immer gut). Yoga beruhigt den Geist, den Körper und die Seele. Alles was etwas mehr Ruhe und Fluss in dich bringt wirkt Vata entgegen. Viel rennen oder schnelle Bewegungen steigern das Vata nur. Da Vata im Becken sitzt, sind alle Übungen, die deinen Beckenmuskel dehnen hilfreich. Der Sonnengruss ist ein typischer und guter Morgenstart, am besten so oft, wie man alt ist. Also bei 30 Jahren, 30 mal den Sonnengruss. Das ist recht viel und braucht Zeit, mindestens 12 Mal ist aber die Empfehlung für den Herbst. Nach dem Yoga kannst du die Wechselatmung praktizieren.

 

Abends:

Sorge auch Abends für Ruhe und Wärme, gerne mit einer Tasse Tee und einem guten Buch oder auch warmer Gewürzmilch, wenn du das gerne trinkst. Es wäre gut, um 22 Uhr ins Bett zu gehen. 

 

Wichtig ist es einen Rhythmus zu haben, zu ähnlichen Zeiten aufzustehen, ins Bett zu gehen und zu Essen.

 

Rezept für die Gewürzmilch:

  • Erwärme 200 ml Milch in einem kleinen Topf, langsam und bei stetigem Umrühren
  • Gib dabei etwas Kardamom, etwas Zimt und wenn du magst Muskat dazu. Sehr gut sind zerdrückte Kardamom Kapseln und Zimtstangen aber auch Pulver eignet sich, du hast es dann nur etwas im Mund ☺

 

 

 

 

 

Ernährungsempfehlungen:

 

Alles was dich wärmt und dir Feuchtigkeit gibt tut jetzt gut. Allgemein sind die Geschmacksrichtungen süss, sauer, salzig gut, erdige Gemüse und süss & saure Früchte. Was du brauchst ist mehr Feuer (gerne warm und gewürzt), mehr Erde (erdige Gemüse) und Wasser (befeuchtende Dinge essen, mit Ölen und Fetten kochen)

 

Warme Getränke, gekochte Speisen tun dir gut, das Feuer brennt nun nicht mehr so stark und braucht Unterstützung.

 

Das Frühstück kann wie auch sonst aus einem Ayurvedischen Porridge bestehen, mit gedünstetem Obst und gerne auch Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Ingwer. Die Gewürze wärmen dich und helfen das Vata auszugleichen. Vergiss nicht etwas Fett dazuzugeben in welcher Form dir das schmeckt, Kokosöl oder Ghee beispielsweise.

 

Mittags kannst du wie auch sonst deine Hauptmahlzeit einnehmen, versuche aber jetzt, im Gegensatz zum Sommer auf Salat so weit es geht zu verzichten. Der ist kalt und erhöht dein Vata. Gemüse und Reis oder Quinoa wäre hier super.

 

 Abends: Ich bin ein grosser Fan von Suppen im Herbst. Oft koche ich am Sonntag eine grosse Suppe und dann gibt es diese immer wieder abends unter der Woche. Das spart mir Zeit nach der Arbeit und es ist immer schmackhaft. Wenn dir das nicht genug ist, kannst du zum Beispiel noch Chapatis dazu machen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rezept Kürbissuppe mit Chapatis:

 

Für die Suppe:

 

1 kleingeschnittene Zwiebel andünsten, in Ghee, Kokosöl oder Rapsöl

Gewürze damit andünsten: Curry, Kurkuma, Koriander, was auch immer du hast und dir schmeckt

1 Kürbis in Stückchen und etwa 2cm Ingwer kleingeschnitten dazu geben 

Biologische Gemüsebrühe und Wasser dazu, so viel bis der Kürbis bedeckt ist

Kochen bis alles weich ist

Nach Geschmack nachwürzen mit Salz, Pfeffer und Gewürzen von oben

Pürieren

Ich gebe gerne noch Kokosmilch dazu - je nach Geschmack

 

 

Chapatis:

 

2 Tassen Dinkelvollkornmehl in eine Schüssel geben

Salz, 1.5 EL Kokosöl oder Ghee dazugeben

je 1 TL Kümmel & Fenchelsamen (je nach Geschmack) mörsern und dazu

Einen Schluck Wasser dazu und kneten bis es eine gut griffige Masse ergibt (nicht zu flüssig)

Kleine runde Fladen formen und kurz in der Pfanne anbraten, frisch essen

 

 

Und das allerwichtigste ist, dass du in Ruhe isst. Dir Zeit nimmst für deine Mahlzeit, keinen Streit dabei hast oder aufregende Gespräche. Wie du deine Mahlzeit zu dir nimmst beeinfluss massgeblich, wie dein Körper die Nährstoffe aufnimmt.

 

 

Und wenn es dich erwischt und du krank wirst?

 

Ruhe Ruhe Ruhe. Geistige Ruhe, Körperliche Ruhe und Ruhe für deine Seele. Halte dich warm, halte Inne und lass deinen Körper seine Selbstheilungskräfte aktivieren. Die Herbst Zeit eignet sich auch gut für eine Reinigungskur, wenn du das Gefühl hast es haben sich zu viele Giftstoffe angesammelt.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir eine beruhigende, stressfreie Herbstzeit und hoffe du kannst das Wunder des zyklischen Jahres geniessen. Die Herbstzeit kann dir Zeit für dich geben, nach diesem hitzigen und spannenden Sommer. Nimm dir Zeit um zu meditieren, zu schreiben und dich mit deiner inneren Kraft zu verbinden. 

 

 

 

Namasté, deine Kristina

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Kristina von Fuchs

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